Das chinesische Neujahrsfest in Thailand

Kein Zweifel kann daran bestehen, dass man in Thailand gerne feiert. Da erliegt man auch gern mal Einflüssen und Gebräuchen anderer Länder. Besonders gut erkennbar ist das bei dem Neujahrsfest in Thailand. Das wird mindestens dreimal im Jahr gebührend begrüßt. Los geht es mit dem westlichen Neujahr an jedem 1. Januar. Es ist absolut üblich geworden mitzufeiern und freie Tage zu genießen. Als Nächstes steht das Neujahrsfest der Chinesen auf dem Kalender. Da Thailand traditionell enge Verbindungen zu China pflegt und in der Vergangenheit auch vielen Chinesen die thailändische Staatsbürgerschaft gewährte, stehen die Räder am chinesischen Neujahrsfest still. Es ist ein beweglicher Feiertag der sich nach dem Mondkalender richtet. Im Jahr 2010 fällt der Neujahrstag auf den 14. Februar. Danach folgt, ebenfalls ein beweglicher Feiertag, das thailändische Neujahrsfest „Songkrahn“, das meistens in der ersten Aprilhälfte gefeiert wird.

Obwohl in diesem Jahr das genaue Datum des chinesischen Neujahrsfest auf den 14. Februar fällt, ziehen sich die Festlichkeiten mindestens über drei Tage hin. Begrüßt wird nun das Jahr des Tigers und im ganzen Land wird man schon vor Sonnenaufgang laute chinesische Kracher hören können, die die bösen Geister vertreiben sollen. Auf dem Programm stehen wie immer Prozessionen, von Trommeln und Gongs begleitete Drachentänze und ausführliche Zeremonien in Tempeln und zu Hause. Besonders interessant und bunt wird es in Bangkoks Chinatown, in der Yaowarat Road zugehen oder in Phuket Town, wo die chinesische Gemeinschaft das neue Jahr mit Feuerwerk, Paraden und kulinarischen Genüssen einleitet. Aber auch in allen anderen Provinzen Thailands werden in dieser Zeit die Farben Rot und Gold klar dominieren. (Rot steht für die Abwehr des Bösen, für Glück und Freude)

Da es das größte Fest der Chinesen im Verlauf eines Jahres ist, bereitet man sich gründlich darauf vor indem man sein Haus gründlich reinigt und schmückt. Dieses beschließt symbolisch das alte Jahr. Hübsche rote Lampions und Spruchbänder gehören zur Außendekoration und sollen ebenfalls für Glück, Reichtum und ein langes Leben sorgen.

Süßer, klebriger Reiskuchen wird für den Küchengott gekocht, damit er den Bewohnern des Hauses wohl gesonnen bleibt, und traditionell gibt es bei vielen chinesischen Familien Jiaozi, eine halbmondförmige Nudelteigtasche, gefüllt mit den verschiedensten Dingen wie Erdnüssen, gekochte Wasserkastanien oder süßem Sirup. Zum Höhepunkt der Feierlichkeiten findet am dritten Tag das traditionelle Festessen der Familien statt und nachdem die Kinder den Eltern und Grosseltern Glück für das neue Jahr gewünscht haben, erhalten sie als Geschenk kleine rote Umschläge mit einem Geldbetrag.

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