Chiang Rai
Willkommen in Thailands nördlichster Provinz und ihrer, am Ufer des Meanam Kok gelegenen Hauptstadt Chiang Rai. In dieser Stadt, die rund 750 Kilometer von Bangkok entfernt liegt, geht es noch wesentlich ruhiger zu als in der fast gleichnamigen Stadt Chiang Mai, in der südlichen Nachbarprovinz. Den Besucher erwartet eine sehr bergige Bilderbuch Landschaft mit vielen versteckten Hügeln und fruchtbaren Tälern, die auch heute noch teilweise nicht mit einem normalen PKW befahren werden können.

Golden Triangle in Chiang Rai
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Was man zunächst einmal mit Chiang Rai verbindet ist das berühmt berüchtigte „Golden Triangle“, die gemeinsame Grenze mit Laos und Burma, wo der Opiumanbau und Handel hüben wie drüben immer für ein gutes Einkommen sorgte. Die Provinzhauptstadt Chiang Rai ist ein idealer Startpunkt für Dschungel Trecking-Touren, für die man aber einen gewissen Fitnesslevel und etwas Abenteuerlust mitbringen sollte. Belohnt wird man mit unvergleichlichen landschaftlichen und menschlichen Eindrücken.
Hier oben im Norden sind die sogenannten „Hilltribes“ zu Hause, deren ethnische Zugehörigkeit überwiegend ganz ursprünglich mal in südlichen Provinzen Chinas lag. Sie heißen Akha, Hmong, Karen, Lahu, Lawa, Lisu, Shan und Yao und unterscheiden sich deutlich durch sehr verschiedene, meist farbenfrohe Kleidung und traditionelle Lebensweisen. Wer sich für hübsche Handarbeiten interessiert, bekommt in Chiang Rai und unterwegs reichliche Gelegenheiten, diese für ein paar Baht von den jeweiligen Hilltribes abzukaufen.
Es mag auch sein, dass man z.B. auf einer Trecking-Tour gebeten wird noch andere Dinge wie zum Beispiel Drogen abzukaufen. So verlockend das für manchen erscheinen mag, der thailändische Staat verhängt auch für Kleinstmengen drakonische Strafen und kümmert sich dabei nicht um die Staatsangehörigkeit des Sünders. Man weiß, dass trotz aller Verbote immer wieder „Poppies“, oder Mohn, angepflanzt wird. Regelmäßige Straßenkontrollen werden auch bei Fahrzeugen die aus dem goldenen Dreieck kommen durchgeführt. Chiang Rai wurde bereits 1262 von König Mengrai gegründet und war für lange Zeit das Zentrum des Lanna Königreiches. Die Ruinen des ehemaligen königlichen Wohnsitzes können heute in Chiang Saen besichtigt werden. Später wurde das Königreich von den vordrängenden Burmesen eingenommen und kam erst 1786 wieder in thailändische Hand.
Circa 8 Kilometer außerhalb von Chiang Rai befindet sich der internationale Flughafen, aber viele Urlauber besuchen die Provinz und das goldene Dreieck im Rahmen einer angenehmen, mehrtägigen Nordthailand Rundreise. Die Küche des Nordens ist etwas milder und unterscheidet sich z.B. durch die Verwendung anderer Kräuter – und auch da merkt man den Einfluss der Nachbarländer. Unbedingt probieren sollte man „Khao Soi“, ein mildes, geschmacklich unvergleichliches Curry-Gericht.