Sukhothai
Weite Reisfelder und ein riesiger historischer Park, in dem zahlreiche Tempelanlagen und riesige Buddha Statuen eine beeindruckende Kulisse bilden, erwarten jeden Besucher in Sukhothai, dem ersten wahren, thailändischem Königreich.

Tempelanlage in Sukhothai
Sukhothai, ein Begriff der aus dem Sanskrit abgeleitet wurde, bedeutet „Morgendämmerung der Glückseligkeit“ und steht für Vieles. Es ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz in Nordthailand, der Inbegriff für das „goldene Zeitalter“, der Name für eine bis heute prägende, geschichtliche Periode Thailands und die Bezeichnung für den künstlerischen Stil jener Zeit.
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Nach einer ca. 450 km langen Reise von Bangkok aus in nördliche Richtung, erreicht man Sukhothai, das in einem fruchtbaren Tal des Maenam (Fluss) Yom liegt. Es gibt hier auch einen Flughafen, der regelmäßig vom Suvarnabhumi Airport in Bangkok angeflogen wird. Von der „neuen Stadt“ kommend, erreicht man den Historischen Park Sukhothai – die „alte Stadt“ – nach weiteren 10 km. Inner- und außerhalb der Stadtgrenze, die ursprünglich komplett aus Wassergräben und Erdwällen bestand, befinden sich an die 200 Tempelanlagen, 16 davon innerhalb der Festungsanlagen, verteilt auf einer Fläche von über 70 qkm. Von der UNESCO als Weltkulturerbe erklärt, gilt das historische Sukhothai als eines der bedeutendsten buddhistischen Wahrzeichen Asiens.
Gleich am Eingang des Historischen Parks Sukhothai fällt ein riesiges Denkmal auf, das an Ramkhamhaeng, dem „Vater Thailands“, erinnert. Noch zu Beginn des 13ten Jahrhundert waren die Khmer die Herrscher im zersplitterten Thailand. Nachdem Sukhothai die Khmer vertrieben hatte, übernahmen sie deren Bauwerke und schufen auf deren Basis den typischen Sukhothai-Stil. Unter König Ramkhamhaeng entstand das erste thailändische Königreich, das seine Macht schnell ausdehnte, und alle Gebiete mit seinen verschiedenen ethnischen Gruppen zu einem gut organisierten, und reichen Land machte. Obwohl dieses Reich später im Ayutthaya Königreich aufging, war dies die Basis des heutigen Thailand.
Das Ramkhamhaeng National Museum ist ein guter Startpunkt den Historischen Park Sukhothai zu besuchen, weil neben wunderschönen Skulpturen und Keramiken auch ein Modell der „alten Stadt“ ausgestellt ist. Zu den wichtigsten Anlagen des Historischen Parks Sukhothai gehört die Königsresidenz, die sich in dessen Zentrum auf einer Fläche von 160.000 qm ausbreitet. Sie ist unterteilt in verschiedene Bereiche und die Bauwerke des königlichen Wat Mahathat gehören dazu. Südwestlich davon befinden sich in traumhafter Umgebung die Ruinen des Wat Si Sawai.
Wasserflächen mit den typischen Lotusblüten machen den Historischen Park Sukhothai noch attraktiver, und wer sich die Zeit nimmt zwischen den Tempelanlagen umherzugehen, wird mit vielen schönen Bildmotiven belohnt.