The Sanctuary of Truth

Die „heilige Stätte der Wahrheit“, wie man den Namen des riesigen hölzernen Bauwerks am treffendsten übersetzen könnte, liegt direkt in einer kleinen Meeresbucht in Pattaya’s nördlichem Stadteil Naklua. Fährt man von der Naklua Road in die Soi 12, (Soi bedeutet „kleine Strasse“) kann man die beeindruckende Anlage nicht einmal erahnen. Das ganze Gelände ist von einer hohen Mauer umfasst und nachdem man einen Eintritt bezahlt hat, öffnen sich die Tore und man gelangt in eine völlig unerwartete Welt.

The Sanctuary of Truth Tempel

The Sanctuary of Truth Tempel in Thailand

Man findet sich plötzlich in einer tropischen Parkanlage wieder, in der Pferdekutschen mit Besuchern umherfahren. Zu der Außenanlage gehört auch ein Teich, in dem sich Delphine nicht nur tummeln aber auch von den Gästen gefüttert werden können. Wer das imposante, ganz aus Teakholz bestehende Bauwerk mit all seinen Schnitzereien und Verzierungen aus einer anderen Perspektive bestaunen möchte oder gute Fotomotive sucht, kann ein Speedboot mieten und wird dann in der kleinen „Mondschein-Bucht“ umhergefahren.
Führungen werden in vielen Sprachen angeboten und sind unbedingt empfehlenswert. Dieses Bauwerk ist weder ein Tempel noch ein Palast und schlicht einzigartig in der Welt. Der Thai-Chinese Lek Viriyahbhun hatte die Idee dazu und die Bauarbeiten begannen im August 1981. Ganze 105 Meter ragt die Spitze des insgesamt 100 Meter langen Gebäudes in den Himmel. Fernöstliche Glaubensrichtungen und Philosophie des Buddhismus, Brahmanismus und Hinduismus vermischen sich zu einem Ganzen. Der riesige Innenraum, der auf einem Betonfundament ruhenden Teakholzkonstruktion, ist in vier Zonen aufgeteilt. Dort findet man Kunst- und Kulturobjekte aus China, Indien, Kambodscha und natürlich Thailand.

Kunstvolle Schnitzereien bedecken jeden Teil des Bauwerks in Form von Figuren, Ornamenten oder Reliefs. Die teilweise überlebensgroßen Skulpturen stellen zum Bespiel die „sieben Schöpfer der Welt“ dar: Himmel, Erde, Vater, Mutter, Sohn, Sonne und Sterne, ohne die eine menschliche Existenz nicht denkbar wäre. Insgesamt gibt es vier Türme, symbolisch für die vier Elemente die zur idealen Welt führen.
Die Hauptmotivation des Erbauers war es gemeinsames, kulturelles Erbe zu bewahren und so ist das gesamte Bauwerk nach Techniken, die bereits im 18ten Jahrhundert im alten Siam bekannt waren, erbaut worden. Es wird immer ein unvollendetes Werk bleiben, da das Meer, die Sonne und der Wind ständig dem Holz zusetzen und Reparaturen anfallen.
Die meisten dieser Reparaturen werden vor Ort durchgeführt und bieten eine gute Gelegenheit den Holzschnitzern bei ihrer uralten Handwerkskunst über die Schulter zu schauen.

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